Kolumne
 Gaybodensee Kolumne

Hier greifen monatlich im Wechsel diejenigen zur Feder, die diese gleich ihrem Zungenschlag spitz einzusetzen wissen und schonungslos all das durchhecheln, was ihnen gerade auf der Leber brennt. Das Szenegeschehen wird zur Zielscheibe des Klatsch & Tratschs und oft ein gut gehütetes Geheimnis ganz beiläufig gelüftet. Kurzweil, Spannung und aufschlussreiche Erkenntnisse verspricht die Kolumne der Stars und Sternchen, die wir hier einzeln vorstellen.



Gaybodensee Transenparade

 

*** K O L U M N E  Juli 2020 ***



Krisenbewältigung mit Erdbeertortelettes...



Miss Understood

Nun bin ich wieder dran mit der Kolumne, Frau Popova muss in Corona-Zeiten ja Urlaub planen und Wally Geier kocht sich über die Pandemie hinweg. Der Einstieg ist immer das Schwierigste, finde ich. Aber Ihr könnt Euch auch diesmal pünktlich Eure Monokel putzen. Seit meiner letzten Kolumne im März dieses Jahres ist ja so einiges passiert. Ich weiß noch, wie ich an Fasnet bei Frau Popova in der Kemenate auf dem Sofa saß und bei Grüntee und Nonnenfürzen etwas über ein seltsames Virus las. Ein Virologe, ich weiß nicht mehr, ob es einer der heutigen Superstars war, schrieb, dass dies ein ganz großes Ding werden könne. Sinngemäß, im negativen Sinn natürlich. Und so sollte es wenig später dann auch kommen. Keiner sprach mehr von Greta oder dem Wendler.
Das Wichtigste war nun: Wie bekomme ich meinen Keller mit Scheißhauspapier und Hefe voll. Wer kann, nimmt es eben am besten mit Humor. Aber vielen ist das Lachen tatsächlich vergangen. Ich bin in der glücklichen Lage, keine Engagements verloren zu haben. Weil ich ohnehin keine mehr bekomme. Frau Popova und Frau Geier geht es da nicht anders, sie singen jetzt für sich, weil sie Streaming nicht kapieren.
Ich weiß nicht, ob Frau Popova eine Rente aus Usbekistan bezieht. Schließlich war sie ja jahrelang in der Rübenernte beschäftigt. Dieses Glück ist ja nicht jeder Künstlerin beschert. Andere, wie z.B. Liza Minelli, Cher oder Madonna müssen nun sehen, wo sie bleiben. Haben nie was Anständiges gearbeitet. Nun kommt die Quittung. Und Sie wissen ja, bei wem sie sich hierfür bedanken können. Niemand hätte gedacht, dass Bill Gates die Katastrophe vermeintlich herbeigeführt hat, bis ein paar verkiffte Antikapitalisten dahinter gekommen sind. Da sich Herr Gates ja schon lange für besseren Impfschutz einsetzt und daher für die Produktion von entsprechenden Impfstoffen sorgen will, liegt es nahe, dass er selbst die Nachfrage etwas erhöhen wollte.
Vielleicht hat er, als Garküchenkoch getarnt, in Wuhan corona-verseuchte Wan Tan-Taschen verkauft. Wenn er nun als erster seinen Impfstoff anbieten kann, könnte er richtig viel Geld verdienen und sich seine Rente sichern. Schon rein äußerlich hat er auf mich ja immer den Eindruck des bösen „James-Bond-Gegenspielers“ gemacht. Allerdings gibt es ja da noch eine plausible Therorie, die das Gates-Gate ins Wanken bringen könnte: Die neuen 5G-Sendemasten sind für die Verbreitung des Coronavirus verantwortlich. In Großbritannien wurde daher unter vielen Masten Feuer gelegt. Auch die Menschen in Wuhan sollen an der Strahlung von 5G erkrankt sein, nicht aber am Virus. Wahlweise aktiviere die Strahlung das Virus auch erst. In Afrika gebe es keine Corona-Toten, weil es dort kein 5G-Netz gebe, na, im Sinne der Verschwörungstheorie mal Glück gehabt. Aber im Grunde spielt das ja keine Rolle mehr. Denn zum Glück hat die Welt einen krisenkompetenten amerikanischen Präsidenten. Wie wir wissen, hatte „Dr. Trump“ ja recht bald wirksame Gegenmittel gegen das Virus gefunden und seinen Landsleuten Anweisung gegeben, entweder ein Malariamedikament oder Desinfektionsmittel einzunehmen, anstatt sich damit die Hände einzureiben, aber Desinfektionsmittel kommen ohne Geschmacksstoffe, sind auch nicht zur innerlichen Anwendung bestimmt. Dem sind ja einige Menschen dennoch gefolgt, wahrscheinlich die typischen Vertreter der Trump-Wähler. Zwar mussten deswegen einige Malariapatienten auf ihre Medikamente verzichten, aber so konnte „The Donald“ in seinem Land das Schlimmste sicher noch verhindern. Nun heißt es aber erst einmal, den Sommer genießen. Den kann uns Corona nicht nehmen. Deshalb werde ich mir gleich ein paar Erdbeertortelettes mit Sahne machen, dazu einen Eiscafé (den ohne Sahne, sonst wird’s irgendwann eng mit dem Paillettenfummel), und dann raus auf die Terrasse. Und Frau Popova und Frau Geier lade ich dazu demnächst zu mir ein, man darf ja irgendwie wieder!?
Machts nach und aus dem Schlechten das Beste!

Euere ewig missverstandene
Miss Understood


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